Wort des Jahres 2003: „Das alte Europa“
Der ursprünglich polemisch gemeinte Ausdruck des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld vom "alten Europa" habe in der Diskussion über die Beteiligung europäischer Staaten am Irak-Krieg eine Umwertung erfahren und damit zu einem positiveren Selbstwertgefühl der Europäer geführt, hieß es in der Begründung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), die das Ergebnis ihrer Jury-Erhebung am Freitag in Wiesbaden bekannt gab. Mit der "Agenda 2010", die es an die zweite Stelle schaffte, würdigte die Sprachgesellschaft das zentrale innenpolitische Thema der vergangenen Monate.
Die Wörter des Jahres, Platz 1 bis 10: - Das alte Europa
- Agenda 2010
- Reformstreit
- Sars (Lungenkrankheit)
- Eingebettete Journalisten
- Maut-Desaster
- Steuerbegünstigungsabbaugesetz
- Jahrtausend-Glut
- googeln
- Alcopops
Zum "Satz des Jahres" erklärten die Wiesbadener Sprachforscher den TV-Show-Titel "Deutschland sucht den Superstar". Das "Wort des Jahres" hat eine rund 30-jährige Tradition. Erstmals 1971 gekürt, wählt die GfDS damit seit 1977 kontinuierlich Begriffe aus, die die öffentliche Diskussion des jeweiligen Jahres besonders bestimmt haben. Zum "Wort des Jahres" wählten die Sprachpfleger in der Vergangenheit: 2002: Teuro 2001: Der 11. September 2000: Schwarzgeldaffäre |