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Qualitätsmanagement in der beruflichen Bildung

AZWV
(Anerkennungs- und Zulassungsverordnung - Weiterbildung)

Der neue Standard für Bildungsträger und Bildungsmaßnahmen

Seit 1. Januar 2006 müssen Bildungsträger deren Maßnahmen von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden, nach den Vorgaben der AZWV zugelassen sein. Damit ist unter Nutzung der Fähigkeiten des Qualitätsmanagements ein Systemwechsel in diesem wichtigen Bereich der Bildung eingeleitet worden.

Für Organisationen die in diesem Bildungsbereich tätig sind und Maßnahmen nach dem Dritten Sozialgesetzbuch anbieten ändern sich damit wesentliche Eckpunkte.

Der Trend geht weg von der behördlichen Aufsicht und hin zur Selbstverantwortung extern zertifizierter Qualitätsmanagement-Systeme.

Die Anerkennungsstelle der Bundesagentur für Arbeit  akkreditiert „Fachkundige Stellen“ (FKS). Diese verfügen dann nachweislich über die Fähigkeit zur Zertifizierung von Trägern und Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach dem Dritten Sozialgesetzbuch. Gefordert werden u. a. Nachweise über:

  • die Leistungsfähigkeit des Trägers
  • die Fähigkeit, die Vermittlungsbemühungen zur Eingliederung der Teilnehmer zu unterstützen
  • die Qualifizierung sowie Berufserfahrung der Leiter und Lehrkräfte
  • ein System zur Qualitätssicherung
  • die methodisch und inhaltlich effektiv gestalteten und aktuellen Maßnahmen
  • angemessene Teilnahmebedingungen
  • aussagekräftige Zeugnisse
  • Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit


Mit der Neuregelung sollen mehr Transparenz und Wettbewerb in diesem arbeitsmarktpolitischen Förderbereich geschaffen werden.

QM-Normung - ISO 9001 und ISO 9004:2008

Die Normungsarbeit ist in vollem Gange

Im Oktober 2005 tagte das Technical Commitee der International Organisation for Standardisation (ISO/TZ) 176 in Panama. Aus 42 Ländern waren rund 270 Delegierte angereist. Das Thema: ISO 9001 und ISO 9004 sollen bis Ende 2008 grundlegend überarbeitet werden.
 
Hier nun der Fahrplan und Meilensteine:

  • 1. Komitee-Entwurf (ISO/CD): Mitte 2006
  • Internationaler Normenentwurf (ISO/DIS): Mitte 2007
  • Schlussentwurf (ISO/FDIS): Mitte 2008

ISO 9001 wird im begrenzten Umfang überarbeitet. Zielsetzungen sind die Verbesserungen des Verständnisses der Texte, das Beseitigen möglicher Fehler und das Verbessern bestimmter Abschnitte. Es sollen keine Änderungen vorgenommen werden, welche die Gültigkeit der ISO 9001 Zertifikate berühren.
ISO 9004 soll grundlegend neu entwickelt werden und dabei auch eine neue Nummer erhalten.
ISO 9000 und die identische Deutsche Norm DIN EN ISO 9000:2005-12 „Qualitätsmanagement-Systeme – Grundlagen und Begriffe“ ist erschienen. Eine grundlegende Überarbeitung der ISO 9001 ist initiiert. Diese soll eine weitergehende Harmonisierung mit den Begriffen aus dem Umweltmanagement realisieren und bis 2008 abgeschlossen sein.

Integriertes Risikomanagement: Erste umfassende Norm

Basel II verpflichtet Banken ab 2007 die Kreditwürdigkeit jedes Kreditnehmers genauer unter die Lupe zu nehmen und einen risikogerechten Eigenkapitalanteil zu sichern. Unternehmen sind daher gehalten, ein Risikomanagementsystem zu realisieren. Die erste umfassende Norm für Risikomanagement kam aus Australien und Neuseeland: AS/NZS4360 "Risk-Management". Der Norm fehlen allerdings Hinweise für die Integration des Risk-Managements in die vorhandenen Management-Systeme.

Die österreichische Norm ONR49001 "Elemente des Risikomanagement-Systems" verfolgt genau diesen Ansatz. Die Zusammenarbeit mit der Swiss-Association for Quality hat das österreichische Normungsinstitut einen ganzheitlichen Ansatz und die Verträglichkeit mit anderen Management-Systemen realisiert. Schon die wesentlichen Abschnitte zeigen auch die Verbindung zur ISO9001:

  • Verantwortung der Leitung
  • Management von Ressourcen
  • (Risikomanagement-) Prozess
  • Systemüberwachung

Viel Bekanntes taucht auf: PDCA-Zyklus, Balanced Score Card, Managementbewertung, interne Audits usw.

Der Risikomanagement-Prozess ist in folgende Teilprozesse unterteilt:

  • Systemdefinition
  • Risikobeurteilung
  • Risikobewältigung
  • Risikoüberwachung

Die angebotenen Kategorien und Gefahren basieren auf der Balanced Score Card:

  • Strategische Gefahren - Kunden und Produkt
  • Gefahren für operative Prozesse
  • Finanzielle Gefahren
  • Management, Mitarbeiter, Know how-Gefahren


Falls Sie Fragen zu den sehr aktuellen Themen besitzen, kontaktieren Sie uns bitte über dieses Formular: http://www.ub-dietz.com/NewFiles/service_anfrage.html

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